Wunderbar RTL. Nicht nur, daß Du uns mit einem Zweiteiler zum Thema “Vulkanausbruch in der Eifel” einen hanebüchenen Dreck vorsetzt. Neinnein, Du RTL hast ja nicht einmal die einfachsten Hausaufgaben gemacht und glaubst scheinbar wirklich, die Zuseher komplett verarschen zu können.
Da präsentiert ihr uns folgendes:
Gemeinsames Lagezentrum der Länder = GLMZ? Häh?
Eine einfache Recherche hätte ausgereicht um zu erkennen, daß das ganze “Gemeinsames Melde- und Lagezentrum (GMLZ)” heißt. Aber dafür war wohl kein Geld mehr im Budget, was?
Wie, ihr wolltet gar nicht den richtigen Namen verwenden? Okay. Aber was soll dann bitteschön diese Abkürzung bedeuten?
Naja, ein gutes hatte dieses Machwerk dann doch. Yvonne Catterfeld. *rrrrr*
…und scheinbar dennoch ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Was ich meine? Na dieses permanente Nachtreten auf die Leute, die ohnehin nichts haben.
Als ich am Wochenende diesen Artikel las kam in mir mal wieder das Gefühl hoch, daß ich gar nicht so viel essen kann, wie ich kotzen möchte.
Nun mag das Verhalten des Sozialamtes vielleicht Verordnungskonform sein. Aber ist es moralisch? Ist es menschlich? Ich denke nicht.
Was soll das? Daß sogar milde Gaben auf HartzIV angerechnet werden? Glauben die Entscheider allen Ernstes, daß man mit betteln reich wird?
Als ob die Entscheidung betteln zu gehen nicht schon demütigend genug ist, wird hier von Amts wegen dieser Bettler noch einmal gedemütigt. Zumal Frau Jakesch-Zinn von der Göttinger Anlaufstelle auch anmerkt, daß es bislang auch anders ging:
Einnahmen aus der Bettelei gelten seit alters her als milde Gaben. Man könnte darüber schweigen, es hinnehmen, so wie es bisher im Sozialamt die Regel war. So wurde es auch bei anderen Zusatzeinnahmen von Sozialhilfeempfängern oder arbeitslosen Hartz-IV-Beziehern gehandhabt: wenn zum Beispiel die Mutter und Kind Stiftung mit einem einmaligen Betrag Frauen aushilft, die ihrem Baby neue Strampler kaufen wollen. Gegengerechnet worden seien solche Geldspenden noch nie, sagt Jakesch-Zinn.
Und hey, lieber Herr Sachbearbeiter in Göttingen: Nein, daß was ich über Sie denke schreibe ich lieber nicht nieder. Nur soviel: Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen, einmal einen Monat betteln zu gehen. Sie werden dabei sicherlich nicht im monetären Sinne reich. Aber reich an Erfahrung. Vielleicht kapieren Sie dann auch, daß betteln nicht mit einem anzurechnendem Erwerbseinkommen gleichzusetzen ist.
P.S.: Und wenn Sie nach diesem Monat immer noch der Meinung sind, daß man mit betteln ordentlich Kohle machen kann: Wie wäre es, wenn Sie Ihren Job einfach aufgeben und sich permanent in der Fußgängerzone von Göttingen niederlassen? Es gibt sicher viele Anwärter, die Ihren Job besser menschlicher ausüben würden.
ich habe es geschafft. Endlich werde auch ich im Internet wahr genommen. Woran ich das feststelle? Nunja, ich habe einige Monate aus Zeitmangel hier nichts mehr geschrieben (was sich in absehbarer Zeit ändern sollte). Aber seit heute prasseln die Spam-Bots über mich herein. Wer nicht gespamt wird findet nicht statt. Ergo: Endlich bin ich wer. Internet kann echt toll sein.
Unter anderem ist er der Meinung, daß HartzIV-Empfänger keinen Anspruch auf einen Regenschirm oder gar einen Anzug hätten. Weiterhin hält er eine Kommunikations-Pauschale i.H.v. € 2,– (in Worten: zwei) für ausreichend.
Komischerweise geht aus der Studie nicht hervor, wie HartzIV-Empfänger die durch ungeschütztes Laufen im Regen entstandenen Krankheitskosten bewältigen sollen. Oder soll man die Studie dahin gehend interpretieren, daß HartzIV-Empfänger das Haus nicht mehr verlassen sollen? Auch kann der Herr Prof. nicht erklären, wie man im Falle einer Jobsuche mit zwei Euro Kommunikationskosten pro Monat ernsthaft einen Job suchen soll. Zumal etliche Unternehmen lediglich 0180-X-Nummern zur Kontaktaufnahme anbieten. Da sind zwei Euro durch, bevor man einen Ansprechpartner am Rohr hat.
Aber ich bin mir ganz sicher, daß dies alles wohl durchdacht ist. Von jemandem, der vermutlich noch nie hungern mußte. Und vermutlich für diesen menschenverachtenden Müll auch noch dicke Kohle einsackt. Und das vermutlich noch aus Steuergeldern. Das würde mich zumindest nicht wundern.
Und wenn dem so ist stellt sich mir die Frage: Wo ist eigentlich der Bund der Steuerzahler, wenn man ihn mal wirklich braucht?
Vorgestern war doch tatsächlich die Polizei bei mir zuhause. Und nach einem kurzen Gespräch gingen sie auch wieder. Jedoch nicht, ohne mir eine Visitenkarte zu hinterlassen.
Ehrlich: Ich gehöre nicht zu den Menschen, die reflexartig auf alles draufhauen was mit der Deutschen Telekom zu tun hat. Warum? Zum einen, weil ich noch nie ernsthafte Probleme mit der Firma hatte. Zum anderen aber auch, weil viele Menschen einfach nicht verstehen wollen, daß technisch gesehen ein unglaublich komplexes Konstrukt hinter der Firma steckt.
Aber heute ist es soweit. Heute haue ich drauf. Denn ich frage mich, wie man so damlich sein kann potenzielle Kunden direkt zu verschrecken. Oder glauben die, die Leute lesen nicht?
Was ist geschehen? Für meinen neuen Wohnort wollte ich die DSL-Verfügbarkeit ermitteln. Also rief ich guten Mutes die T-Home-Seite auf. Schließlich dachte ich, daß ich bei der Telekom gut aufgehoben sei. Immerhin stellen die ja auch die Infrastruktur. Und es sah auch alles danach aus, daß ich recht behalten sollte. Immerhin fand ich direkt auf der Hauptseite folgenden Menüpunkt:
Das lädt doch geradezu dazu ein, die Verfügbarkeit zu prüfen. Oder nicht?
Gesagt, geklickt. Es öffnet sich ein neues Fenster, in welchem ich angeben soll ob ich bereits Kunde bin. Oder eben auch nicht. Ich bin noch kein Kunde, also wähle ich die entsprechende Option aus.
Ich war noch immer gespannt, welche Bandbreite mir wohl an meinem neuen Wohnort zur Verfügung stehen mag. Ich erwartete, daß ich nun endlich mal meine Adresse eingeben darf um eine Auskunft zu bekommen.
Leider habe ich mich da getäuscht. Denn der Klick führt mich stante pede zu dieser Seite:
Ja nee, is klar. Erst mal soll ich eine Bestellung aufgeben (was zum Henker soll ich denn bitteschön bestellen?) und anschließend wird mir mitgeteilt, welches Produkt verfügbar ist. Ich wollte doch nur wissen, ob DSL der Telekom auch an meinem Wohnort verfügbar ist. Mehr nicht. Daß dazu die Aufgabe einer Bestellung notwendig ist, ist gelinde gesagt unverschämt.
Wer auch immer dieses User-Interface zu verantworten hat: Setzen, sechs!
Komischerweise ist es bei Mitbewerbern wie Arcor oder Alice (diese seien nur beispielhaft genannt) ohne weiteres möglich, anhand der Adresse eine Auskunft zur aktuellen DSL-Verfügbarkeit zu bekommen. Und mehr wollte ich ja auch nicht.
Bei Alice z.B bekam ich sogar angezeigt, ab wann (in etwa) bei mir die nächst höhere Ausbaustufe verfügbar ist.
Die Wahrscheinlichkeit, daß ich mich für einen Mitbewerber entscheide tendiert gegen 100%.
Tja, liebe Telekom, dumm gelaufen. Ich wäre gerne Kunde bei Dir geworden. Aber bei den Methoden, die ihr an den Tag legt… Nein, da gehe ich lieber woanders hin.
kommt der Eurovsion Song Contest in unsere Wohnzimmer geschneit. Und obwohl das wohl einzig Gute an dieser Veranstaltung der Kommentator Peter Urban ist, schaut man dennoch jedes Jahr aufs neue interessiert-irritiert dem Treiben zu. Um die Wartezeit ein wenig zu verkürzen, habe ich mal ein wenig gesucht und die Siegertitel der letzten 100.000 Jahre zusammen gestellt (nicht wundern: 1969 gab es tatsächlich vier Erstplatzierte).
Und wem das nicht ausreicht, der kann sich ja ein wenig mit Statistiken beschäftigen.
1956 - Lys Assia - Refrain (CH)
1957 - Corry Brokken - Net Als Toen (NL)
1958 - André Claveau - Dors mon amour (F)
1959 - Teddy Scholten - Een beetje (NL)
1960 - Jacqueline Boyer - Tom Pilibi (F)
1961 - Jean-Claude Pascal - Nous les amoureux (LU)
1962 - Isabelle Aubret - Un premier amour (F)
1963 - Grethe og Jørgen Ingmann - Dansevise (DK)
1964 - Gigliola Cinquetti - Non ho l’eta (I)
1965 - France Gall - Poupée de cire, poupée de son (LU)
1966 - Udo Jürgens - Merci Chérie (A)
1967 - Sandie Shaw - Puppet on a string (UK)
1968 - Massiel - La, la, la (E)
1969 - Salomé - Vivo cantando (E)
1969 - Frida Boccara - Un Jour Enfant (F)
1969 - Lenny Kuhr - De Troubadour (NL)
1969 - Lulu - Boom Bang-a-Bang (UK)
1970 - Dana - All Kinds Of Everything (IE)
1971 - Severine - Un banc, un arbre, une rue (Monaco)
1972 - Vicky Leandros - Après toi (LU)
1973 - Tu te reconnaîtras - Anne-Marie David (LU)
1974 - Abba - Waterloo (S)
1975 - Teach-In - Ding-a-dong (NL)
1976 - Brootherhood of Man - Save Your Kisses For Me (UK)
1977 - Marie Myriam - L’oiseau et l’enfant (F)
1978 - Yizhar Cohen & The Alpha-Beta - A-Ba-Ni-Bi (IL)
1979 - Gali Atari & Milk and Honey - Hallelujah (IL)
1980 - Johnny Logan - What’s Another Year (IE)
1981 - Bucks Fizz - Making Your Mind Up (UK)
1982 - Nicole - Ein bißchen Frieden (D)
1983 - Corrine Hermès - Si la vie est cadeau (LU)
1984 - Herreys - Diggi-loo diggi-ley (S)
1985 - Bobbysocks - La det swinge (N)
1986 - Sandra Kim - J’aime la vie (B)
1987 - Johnny Logan - Hold Me Now (IE)
1988 - Celine Dion - Ne partez pas sans moi (CH)
1989 - Riva - Rock me (YU)
1990 - Toto Cutugno - Insieme 1992 (I)
1991 - Carola - Fångad av en stormvind (S)
1992 - Linda Martin - Why me (IE)
1993 - Niamh Kavanagh - In your eyes (IE)
1994 - Paul Hamington / Charlie McGettigan - Rock’n’ Roll kids (IE)
1995 - Secret Garden - Nocturne (N)
1996 - Eimear Quinn - The Voice (IE)
1997 - Katrina & The Waves - Love shine a light (UK)
1998 - Dana International - Diva (IL)
1999 - Charlotte Nilsson - Take Me To Your Heaven (S)
2000 - Olsen Brothers - Fly On The Wings Of Love (DK)
Neulich wurde ich durch einen Post in meinem geliebten Depeche Mode-Forum mal wieder darauf hingewiesen, welch unglaublich schreckliche Werbung im Radio auf einen hernieder prasselt.
Da ist die bescheuerte Seitenbacher-Werbung sicherlich nur das Tüpfelchen auf dem I.
Meine Top Ten der hassenswerten Radio-Werbungen:
10. Bratmaxe - Die bescheuerte Werbung mit dem von offensichtlichen komplett-lobotomierten Individuen vorgetragenem Bratmaxe-Song dürfte in China ein Renner sein… Als Folter-Methode.
9. Carglass - Egal in welcher Form. Immer nur schlecht. Und vor allem eines: nervtötend.
8. EVO Heizkörper - Wer auch immer auf die Idee mit dieser Werbung kam, er war nicht von dieser Welt.
7. Werbung für Möbelhäuser. ALLE. Ohne Ausnahme. Punkt.
6. Rossbacher Werbung mit Michael Schumacher. Der Kerl soll Rennen fahren (was er ja ausgezeichnet kann), aber bitte nicht sprechen.
5. Fonic. Einfach nur grauenhaft. Und das ist der Wahrheit.
4. Staatlich Fachingen. “Mein Wasser denkt”. Aaaargh.
3. OBI. Für die Unverschämtheit einen Queen-Klassiker derart zu verschandeln gehört denen eigentlich Werbeverbot erteilt. Für immer. Weltweit.
2. Seitenbacher. Egal welcher Spot. Furchtbar. Grauenhaft. Und hier zum Nachhören:
Ich mag Ambient Music. Leider hat sie die Eigenschaft, wenn ich sie am Abend höre, mich fest in Morpheus‘ Arme zu drücken.
Aber unabhänigig davon gibt es einen (Re-)Mixer namens Alex Hephaiston, der wirklich ein Meister seines Fachs ist und ein ums andere Mal grandiose Ambient-Mixes abliefert.